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FCI-Standard Nr. 342 / 24.10.1996 / D
| Ursprung: |
USA
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| Klassifikation FCI: |
Gruppe 1
Sektion 1 |
Hütehunde und Treibhunde
Schäferhunde
ohne Arbeitsprüfung |
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Übersicht
Kurzer historischer Abriss
Allgemeines Erscheinungsbild
Wichtige Massverhältnisse
Körperbau
Verhalten / Charakter (Wesen)
Kopf
Oberkopf
Gesichtsschädel
Körper
Extremitäten
Gangwerk
Haarkleid
Grösse
Fehler
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Kurzer historischer Abriss
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Obschon es zahlreiche Theorien über den Ursprung des Australischen Schäferhundes gibt, wissen wir heute, dass diese Rasse sich ausschliesslich in den USA entwickelt hat. Er hat den Namen Australischer Schäferhund erhalten, weil angenommen wird, dass um 1800 baskische Schafhirten bei ihrer Einwanderung von Australien nach Amerika diese Hunde mitbrachten.
Die Beliebtheit des Australischen Schäferhundes nahm nach dem zweiten Weltkrieg parallel zur schnellen Entwicklung der Western-Reiterei zu, welche durch Rodeos, Pferderennen, Kino- und Televisionsberichte allgemein bekannt und volkstümlich wurde. Seine vielfachen Begabungen und die Leichtigkeit, ihn auszubilden machten ihn zu einem nützlichen Zubehör für Ranches und Farmen in Amerika. Die Farmer in den USA sorgten für die Weiterentwicklung der Rasse und die Erhaltung seiner vorteilbringenden Eigenschaften, seiner scharfen Intelligenz, seines ausgesprochenen Herdentriebes sowie seines attraktiven Erscheinungsbildes, welches schon ursprünglich die Bewunderung aller auf sich gezogen hatte.
Obschon jeder einzelne Hund ein Unikum in Farbe und Zeichnung darstellt, zeigen alle Australischen Schäferhunde eine unübertreffbare Anhänglichkeit gegenüber ihrem Meister und seiner Familie. Seine zahlreichen guten Eigenschaften haben seine stetige Beliebtheit aufrechterhalten.
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Allgemeines Erscheinungsbild
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Der Australische Schäferhund ist gut proportioniert, etwas länger als hoch und von mittlerer Grösse und Knochenstärke. Die Farben seines Haarkleides haben eine grosse individuelle Variationsbreite. Er ist aufmerksam und lebhaft, geschmeidig und beweglich, kräftig und gut bemuskelt, jedoch ohne jede Schwere. Sein Haar ist mittellang und mässig grob. Er hat entweder eine kupierte oder eine natürliche Stummelrute.
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Wichtige Massverhältnisse
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Die Länge des Rumpfes (von der Brustbeinspitze zum Sitzbeinhöcker gemessen) ist etwas grösser als die Widerristhöhe. Der Australische Schäferhund ist somit etwas länger als hoch.
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Körperbau
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Robust, Knochenstärke mässig. Der Körperbau des Rüden ist geschlechtstypisch kräftig, ohne jedoch derb zu wirken. Die Hündin ist sehr weiblich in ihrem Aussehen, jedoch ohne jegliche Schwäche in ihrem Knochenbau.
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Verhalten / Charakter (Wesen)
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Der Australische Schäferhund ist ein intelligenter Arbeitshund mit ausgesprochenem Hüte- und Bewachungsinstinkt. Er ist ein pflichtgetreuer Gefährte und fähig, mit Ausdauer den ganzen Tag zu arbeiten. Er ist charakterlich ausgeglichen und gutmütig, selten streitsüchtig. Beim ersten Kontakt mag er etwas reserviert sein. Jede Spur von Scheuheit, Ängstlichkeit oder Aggressivität muss streng bestraft werden.
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Kopf
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Mit sauberen Umrisslinien, kräftig und trocken steht der Kopf in einem guten Grössenverhältnis zum Körper.
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Oberkopf
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| Schädel |
Das Schädeldach ist flach bis leicht gewölbt. Der Hinterhauptstachel kann etwas sichtbar sein. Die Schädellänge entspricht der Schädelbreite.
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| Stop |
Der Stop ist mässig ausgeprägt.
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Gesichtsschädel
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| Nasenschwamm |
Bei Bluemerle und bei Hunden mit schwarzem Haarkleid sind der Nasenschwamm und die Lippen schwarz pigmentiert, bei Redmerle und Hunden mit rotem Haarkleid leberfarben (braun). Bei den Merlehunden sind kleine rosarote Flecken zulässig. Diese sollten jedoch bei Hunden, die älter als einjährig sind, nicht mehr als 25% der Fläche des Nasenschwammes einnehmen: sonst ist es ein schwerer Fehler.
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| Fang |
Er ist gleich lang oder etwas kürzer als der Schädel. Von der Seite gesehen verlaufen die Begrenzungslinien von Schädel und Fang parallel. Der Stop ist mässig ausgebildet, aber deutlich umrissen. Der Fang verjüngt sich nur wenig vom Ansatz bis zum Nasenschwamm und ist am Ende abgerundet.
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| Zähne |
Komplettes Scherengebiss mit kräftigen, weissen Zähnen: Zangengebiss wird toleriert.
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| Augen |
Sie sind braun, blau, bernsteinfarben oder ihre Farbe ist eine Kombination oder Variation dieser Farben, auch gefleckt oder marmoriert. Mandelförmig, weder vorstehend noch eingesunken. Die Bluemerle und die Hunde mit schwarzem Haarkleid weisen eine schwarze Augenumrandung auf: die Redmerle und die Hunde mit rotem Haarkleid zeigen eine leberfarbene (braune) Pigmentierung.
Ausdruck: Aufmerksam und intelligent, wachsam und lebhaft. Der Blick ist durchdringend, aber freundlich.
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| Ohren |
Dreieckig, von mässiger Grösse und Dicke, hoch am Kopf angesetzt. Bei voller Aufmerksamkeit kippen die Ohren nach vorne oder nach der Seite wie ein Rosenohr. Stehohren und Hängeohren sind schwere Fehler.
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| Hals |
Kräftig, von mässiger Länge, Oberlinie leicht gewölbt. Der Hals geht harmonisch in die Schulterpartie über.
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Körper
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| Obere Linie |
Der Rücken ist gerade und kräftig, fest und verläuft horizontal von Widerrist bis zu den Hüften.
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| Untere Linie |
Mässig aufgezogen.
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| Kruppe |
Mässig abfallend.
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| Brust |
Nicht breit, dafür aber tief: sie reicht an ihrem tiefsten Punkt bis zur Höhe der Ellbogen.
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| Rippen |
Lang und gut gewölbt: der Brustkorb ist weder tonnenförmig noch flach.
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| Rute |
Gerade, kupiert oder angeborene Stummelrute: sie sollte nicht länger sein als 10 cm (4 inches).
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Extremitäten
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| Schultern |
Schulterblätter lang, flach und gut schräg gelagert: Schulterblattkuppen am Widerrist ziemlich nahe beieinanderliegend.
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| Oberarm |
Sollte ungefähr gleich lang sein wie das Schulterblatt: er steht ungefähr in einem rechten Winkel zum Schulterblatt, mit geraden und senkrecht zum Boden stehenden Vorderläufen.
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| Läufe |
Gerade und kräftig, Knochen stark und eher von ovalem als von rundem Querschnitt.
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| Vordermittelfuss |
Von mittlerer Länge, sehr leicht schräg. Afterkrallen können entfernt werden.
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| Vorderpfoten |
Oval, kompakt, mit eng aneinanderliegenden, gut gewölbten Zehen. Ballen dick und elastisch.
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| Hinterhand |
Die Breite der Hinterhand ist ungefähr gleich wie die der Vorderhand auf Schulterhöhe. Die Winkelung des Beckens zum Oberschenkel stimmt mit der Winkelung des Schulterblattes zum Oberarm überein und entspricht ungefähr einem rechten Winkel.
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| Kniegelenk |
Ausgeprägt
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| Sprunggelenk |
Mässig gewinkelt
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| Hintermittelfuss |
Kurz, von hinten gesehen senkrecht und parallel gestellt. Afterkrallen müssen entfernt sein.
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| Hinterpfoten |
Oval, kompakt, mit eng aneinanderliegenden, gut gewölbten Zehen. Ballen dick und elastisch.
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Gangwerk
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Die Gangart des Australischen Schäferhundes ist geschmeidig, leicht und frei. Er ist behende mit einem harmonischen, raumgreifenden Bewegungsablauf. Vorder- und Hinterläufe bewegen sich gerade und parallel zur mittleren Achse des Körpers. Bei zunehmender Geschwindigkeit nähern sich Vorder- und Hinterpfoten der mittleren Schwerpunktslinie des Körpers, während der Rücken fest und gerade bleibt. Der Australische Schäferhund muss flink und fähig sein, augenblicklich einen Richtungswechsel vorzunehmen oder eine andere Gangart einzuschlagen.
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Haarkleid
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| Beschaffenheit |
Von mittlerer Textur, gerade bis gewellt, wetterbeständig und von mittlerer Länge. Die Dichte der Unterwolle ändert den klimatischen Bedingungen entsprechend. Das Haar ist kurz und glatt am Kopf, an den Ohren, an der Vorderseite der Vorderläufe und unterhalb der Sprunggelenke. Die Hinterseiten der Vorderläufe und die "Hosen" sind mässig beferdert. Mähne und Halskrause sind mässig ausgebildet, bei den Rüden mehr als bei den Hündinnen. Ein atypisch beschaffenes Haarkleid ist ein schwerer Fehler.
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| Farbe des Haares |
Bluemerle, schwarz, redmerle, rot, alle mit oder ohne weisse und / oder kupferfarbenen "Brand" Abzeichen. Keine Farbe soll der anderen bevorzugt werden. Die Haarlinie des weissen Kragens darf nicht weiter als bis zum Widerrist reichen. Weiss ist zulässig am Hals (ganzer oder unvollständiger Kragen), an der Brust, an den Läufen, an der Unterseite des Fangs, Blesse am Kopf und weisse Unterseite des Körpers, welche, von einer horizontalen Linie in Ellbogenhöhe an gemessen, sich bis zu einer Länge von 10 cm (4 inches) ausdehnen darf. Weiss am Kopf soll nicht vorherrschen, und die Augen sollen vollständig von Farbe und Pigment umgeben sein. Es ist charakteristisch, dass bluemerle Hunde mit zunehmenden Alter dunkler werden.
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Grösse
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Die bevorzugte Widerristhöhe ist 51 - 58 cm (20-23 inches) für Rüden und 46 - 53 cm (18-21 inches) für Hündinnen. Bei der Beurteilung der Grösse ist die Qualität des Hundes wichtiger als eine leichte Abweichung von der Idealgrösse.
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Fehler
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Jede Abweichung von den vorstehenden Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
Ausschliessende Fehler
Vor- und Rückbiss von mehr als 3mm (1/8 inches): Kontaktverlust durch kurze zentrale Schneidezähne bei sonst korrektem Gebiss soll nicht als Vorbiss beurteilt werden: durch Unfall abgebrochene oder fehlende Zähne dürfen nicht bestraft werden.
Weisse Flecken am Körper, d.h. zwischen Widerrist und Rute und seitlich zwischen Ellbogen und Hinterseite der Hinterläufe: dies ist gültig für alle Farben.
N.B. Rüden sollen zwei normal entwickelte Hoden aufweisen, welche sich vollständig im Hodensack befinden.
Übersetzung: Dr. J.-M. Paschoud und Frau R. Binder
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